4. April 2011 07:24 Uhr
Die Katastrophe am japanischen Atomkraftwerk Fukushima hat viele Menschen nachdenklich gemacht. So auch den Co-Vorsitzenden der neuen Ethikkommission zur Energiewende, die sich mit der Zukunft der Atomenergie in Deutschland beschäftigt. Der Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft, Matthias Kleiner, sagte der "Rheinischen Post", Technologien, die unkalkulierbar und nicht beherrschbar seien, dürften nicht als Hypothek unseren Kindern überlassen werden.
Die Ethikkommission "Sichere Energieversorgung" soll klären, ob und unter welchen Bedingungen die Nutzung der Kernenergie nach der Reaktorkatastrophe in Japan verantwortbar ist. Sie kommt heute Nachmittag in Berlin zum ersten Mal zusammen. Bis Ende Mai soll sie einen Bericht darüber vorlegen. Das Gremium ist besetzt mit Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Kirchen, und wird neben Matthias Kleiner vom ehemaligen Umweltminister Klaus Töpfer geleitet. An der heutigen ersten Sitzung nimmt auch Bundeskanzlerin Angela Merkel teil. Sie hatte gestern Abend erklärt, dass die Interessen der deutschen Industrie nicht einem Atom-Ausstieg geopfert werden dürften.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)