4. April 2011 12:21 Uhr
Einen tiefen Blick in die Vergangenheit haben Forscher der Universität Bonn erhalten.
Sie bohrten zusammen mit internationalen Kollegen 220 Meter tief im Grund des türkischen Vansees. Dabei förderten sie Ablagerungen der vergangenen 400.000 Jahre zutage. Heute wollen die Forscher erste Ergebnisse auf einem geowissenschaftlichen Kongress in Wien präsentieren. Nach Angaben der Uni Bonn zeigen erste Stichproben, dass das Klima dramatisch schwankte. Außerdem seien gewaltige Vulkanausbrüche nicht selten gewesen, auch Erdbeben hätten die Region erschüttert. Und: Der heute lebensfeindlich salzhaltige Vansee sei früher ein Süßwassersee gewesen. Laut Uni Bonn konnten Wissen-schaftler noch nie so weit in die Klimageschichte des Nahen Ostens zurückblicken. Der Vansee ist der größte See der Türkei. Er liegt im äußersten Osten des Landes.
Hier geht es zur Website des Kongresses in Wien, wo die Ergebnisse vorgestellt werden.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)