4. April 2011 13:52 Uhr
In Sachen europäische Weltraumpolitik ziehen die EU-Staaten bisher nicht gerade an einem Strang. Momentan wird die gemeinsame Raumfahrt von der Europäischen Weltraumagentur ESA gesteuert. Sie wird nur von 17 der 27 EU-Länder unterstützt. Das soll sich nach dem Willen von Industriekommissar Antonio Tajani ändern. Er stellte ein neues Strategie-Papier vor, aus dem die erste eigene Weltraumpolitik der EU hervorgehen soll.
In dem Papier ist vor allem eine Beteiligung aller Mitgliedsstaaten gefordert. Kernziel ist der Ausbau der beiden Satelliten-Projekte Galileo - für die Navigation - und GMES - für die Umwelt- und Sicherheitsüberwachung. Außerdem will die EU ein Warnsystem für Einschläge durch Weltraumschrott und Asteroiden aufbauen. So sollen die Satelliten und die Internationalen Raumstation ISS geschützt werden. Scheitern könnte das Ganze noch am Geld. Ob tatsächlich alle EU-Staaten bereit und in der Lage sind zu zahlen, ist noch offen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)