4. April 2011 15:52 Uhr
Die Dokumente waren jahrzehntelang streng geheim. Jetzt hat Israel zahlreiche Unterlagen zum Prozess gegen den NS-Verbrecher Adolf Eichmann veröffentlicht. Das Staatsarchiv in Jerusalem stellte Dutzende Dokumente ins Netz. In einer Woche jährt sich der Prozessbeginn zum 50. Mal. Eichmann war im Zweiten Weltkrieg für die Deportation von Millionen von Juden in die deutschen Vernichtungslager verantwortlich. Nach dem Krieg, im Mai 1960, spürten ihn israelische Agenten in Argentinien auf und brachten ihn nach Israel. Dort wurde Eichmann zum Tode verurteilt und gehängt.
Unter den jetzt veröffentlichten Dokumenten finden sich auch Protokolle von Gesprächen Eichmanns mit seinem deutschen Anwalt, allerdings in hebräischer Sprache. Auf die Frage, ob er seine Taten bereue, sagte Eichmann demnach wörtlich: "Mein Gewissen ist völlig rein." Er habe niemanden getötet und nur Anweisungen von oben befolgt.
Die Dokumente kann man sich hier ansehen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)