5. April 2011 06:21 Uhr
Seit Tagen läuft in Japan radioaktiv verseuchtes Wasser ins Meer. Doch was bedeutet das eigentlich für die Tierwelt? Nach Ansicht von Experten aus den USA sind die Auswirkungen gering. William Burnett von der Florida-State-Universität sagte, das strahlende Wasser verdünne sich im Ozean sehr schnell. Daher sei auch der Verzehr von Meerestieren wenig bedenklich. Dennoch könne es aber zu genetischen Mutationen kommen, und zwar im unmittelbaren Umfeld der beschädigten Reaktoren. Allerdings nur, wenn über einen längeren Zeitraum belastetes Wasser eingeleitet wird. Bereits ab einer Entfernung von rund 800 Metern bestehe aber vorerst kein Risiko. Ken Buesseler vom Ozeanografischen Institut "Woods Hole" berichtete von Messungen im Meerwasser: Rund 30 Kilometer vor der Küste sei die radioaktive Belastung bereits tausendfach geringer als unmittelbar vor dem Kraftwerk.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)