5. April 2011 11:53 Uhr
Werden wir in Zukunft ständig von "lol" und "OMG" sprechen? Die Ausdrücke aus dem Netz für "laut lachend" und "Oh mein Gott" haben es in das englische Oxford-Wörterbuch geschafft. Trotzdem dürften sie im sprachlichen Alltag eher eine Randerscheinung bleiben. Das sagte die Sprachwissenschaftlerin Angelika Storrer hier bei DRadio Wissen. Auch im Deutschen gebe es eine ähnliche Entwicklung: Der "DAU", also der "dümmste anzunehmende User", stehe inzwischen im Duden. Für Storrer ist das kein Untergang der Sprache. Die Kurzformen seien als notwendige Verknappung für die schnelle Kommunikation per Mail oder SMS entstanden - ganz ähnlich wie die Telegrammsprache in früherer Zeit.
Im Übrigen gebe es nicht einmal eine einheitliche Netzsprache, wie sie in der Diskussion um den Sprachverfall angenommen wird. Das sehe man zum Beispiel beim Online-Lexikon Wikipedia: In den eigentlichen Artikeln und auf den Diskussionsseiten dazu würden ganz unterschiedliche Arten von Sprache verwendet.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)