5. April 2011 17:29 Uhr

Studie: "Bild-Zeitung" ist vor allem ein Geschäftsmodell

Der Journalist Günter Wallraff, der Schriftsteller Heinrich Böll und der Soziologe Jürgen Habermas haben sich mit ihr beschäftigt: der "Bild-Zeitung". Jetzt berichtet die "Süddeutsche Zeitung" vorab über eine neue Studie der Otto-Brenner-Stiftung (der Gewerkschaft IG Metall). Die These der beiden Studienautoren: "Bild" sei gar keine richtige Zeitung, sondern inszeniere sich nur so, um Geschäfte zu machen. Was an "Bild" Journalismus sei, diene nicht dem Publikum, sondern der Marke. Die Zeitung sei mit ihren "Volksprodukten" zu einem der großen Einzelhändler Deutschlands geworden. Laut eigenen Angaben vertreibe "Bild" mehr als hundert Artikel, von Computern über Wandfarbe bis zu Investmentfonds.

Die "Süddeutsche Zeitung" vergleicht diese These mit einen Hinweis des Schriftstellers Hans Magnus Enzensberger aus den 80er Jahren. Er sagte damals, der einzige ernstzunehmende Rivale für "Bild" sei der Quelle-Katalog.

Die Studie mit dem Titel "Drucksache Bild - Eine Marke und ihre Mägde" soll Mitte April vorgestellt werden. Ab morgen gibt es weitere Informationen auf der Website www.bild-studie.de.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)