6. April 2011 10:24 Uhr
Selbst kultivierte Menschen werden durch die vielen Ablenkungen der digitalen Welt vom Lesen abgehalten. Dieser Meinung ist der englische Schriftsteller Martin Amis, schreibt heute die "FAZ". Daher sei die "lange Lektüre", etwa die eines ganzen Romans, eine aussterbende Kunst.
Das trifft auch auf den Unterricht in englischen Schulen zu, hat eine der Prüfungsbehörden festgestellt. Meist würden dort kurze Texte als Lektüre ausgewählt, und zwar solche, die nach 1900 geschrieben worden sind. Der britische Bildungsminister Michael Gove klagt, die klassische Literatur sterbe im Unterricht aus. Seit 2000 sind die Briten in der Lese- und Schreibfähigkeit vom 7. auf den 25. Platz abgerutscht.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)