6. April 2011 12:21 Uhr
Das Zocken um Weizenpreise hat binnen zwei Jahren 300 Millionen Menschen in Hungergefahr gebracht. Diese Zahl stammt aus einer Studie der Deutschen Welthungerhilfe. Darin wurden die Bewegungen beim Weizenpreis zwischen den Jahren 2007 und 2009 untersucht. Das Getreide war demnach um 18 Prozent teurer, als es ohne Transaktionen an den weltweiten Finanzmärkten gewesen wäre. Auch für andere Grundnahrungsmittel habe im untersuchten Zeitraum erheblich mehr bezahlt werden müssen.
Laut einer Rechnung des Entwicklungsministeriums werden pro einem Prozentpunkt Preisanstieg bei Lebensmitteln 16 Millionen Menschen zusätzlich in Hungergefahr gebracht. Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner fordert deshalb, die täglichen Schwankungen an der Börse bei bestimmten Produnkten zu beschränken. Das Thema soll im Mai beim Treffen der G8-Staaten in Frankreich diskutiert werden.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)