6. April 2011 15:52 Uhr

Papierhausbrand: Polizei ermittelt wegen Brandstiftung

Ein Haus für 200 Menschen komplett aus Altpapier - damit hat ein Architekt im Ruhrgebiet während der Kulturhauptstadt die Zukunft des Bauens ausprobiert. Am Dienstagabend ist es in Flammen aufgegangen, die recycelbare Versammlungshalle aus 550 Altpapierrollen wurde nach Feuerwehrangaben völlig zerstört. Jetzt ermittelt die Polizei wegen des Verdachts auf Brandstiftung. Ein technischer Defekt sei mittlerweile auszuschließen. Das Projekt sollte zeigen, dass Gebäude aus recycelfähigen Materialien errichtet und später wieder abgebaut werden können. Denkbar wäre dieses Konzept für nur vorübergehend benötigte Gebäude bei Großveranstaltungen wie der Kulturhauptstadt oder Olympischen Spielen. Ursprünglich sollte das sogenannte "Haus auf Zeit" noch bis zum Jahresende stehen. Danach sollte das gegen Regen imprägnierte Papier recycelt werden.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)