7. April 2011 08:51 Uhr

Neuer Bundeswehr-Beauftragter für Behandlung Posttraumatischer Belastungsstörungen

Brigadegeneral Christof Munzlinger will einiges ändern. Er ist neuer zentraler Ansprechpartner für Bundeswehr-Soldaten mit Posttraumatischen Belastungsstörungen. Das sind Langzeitfolgen nach schrecklichen Erlebnissen, zum Beispiel im Krieg. Munzlinger sagte der Zeitung "Die Welt", er wolle vorhandene Kräfte bündeln, unnötige Bürokratie abbauen, Verfahren beschleunigen und transparenter machen. Warum das alles nötig ist? Munzlinger zufolge gibt es Krankheits-Fälle, in denen die Fürsorge nicht optimal gelaufen ist. Häufig habe es auch zu lange gedauert, bis die Soldaten zu ihrem Recht gekommen seien.

Allein im vergangenen Jahr ließen sich 729 Soldaten wegen einer Posttraumatischen Belastungsstörung behandeln, in diesem Jahr waren es bisher 63. Der Brigadegeneral findet es gut, dass die Thematik mittlerweile ohne Tabus besprochen werden kann. Warum das lange nicht der Fall war, erklärt er mit angeblichen Eigenschaften der Männer an sich: Sie geständen sich Schwächen eben nicht gern ein.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)