7. April 2011 09:51 Uhr

Elfenbeinküste: Afrikawissenschaftler kritisiert Sarkozys Vorgehen als hitzköpfig

Warum mischt sich Frankreich in Konflikte wie in der Elfenbeinküste ein?

Das analysierte der Afrikawissenschaftler Elísio Macamo hier bei DRadio Wissen. Er meinte, das Problem sei der französische Präsident Nicolas Sarkozy. Sarkozy sei hitzköpfig und greife militärisch in Situationen ein, die er überhaupt nicht verstehe. Der französische Präsident habe in der Vergangenheit Libyens Machthaber Muammar al Gaddafi hofiert und dem tunesischen Präsidenten Zine El-Abidine Ben Ali Unterstützung gegen die Demonstranten in seinem Land zugesagt. So jemand wie Sarkozy könne keine guten Entscheidungen treffen.

Macamo sagte, man müsse den Konflikt in der Elfenbeinküste ohne Militär lösen. Stattdessen seien diplomatische Bemühungen sinnvoll. Gut sei auch wirtschaftlicher Druck, wie ihn die Europäische Union mit ihren Sanktionen gegen den abgewählten ivorischen Präsidenten Laurent Gbagbo ausübe. Das ganze Interview können sie hier nachhören.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)