7. April 2011 12:53 Uhr

Hintergrund: Stickstoff in Fukushima

In den Kraftwerksblock 1 am japanischen Atomkraftwerk Fukushima wird Stickstoff eingeleitet, um so Explosionen vozubeugen. Wie soll das funktionieren? Bei den bisherigen Explosionen in Fukushima war Wasserstoff beteiligt. Dieser entsteht, wenn die Temperatur im Reaktor so stark ansteigt, dass dadurch das umgebende Wasser - H2O - in seine Bestandteile Wasserstoff - H - und Sauerstoff - O - gespalten wird. Daraus kann ein gefährliches Gasgemisch entstehen: Knallgas. Dann genügt schon ein kleiner Funke, und es kommt zur Explosion.

Damit das nicht mehr passiert, leiten nun Arbeiter Stickstoff in das Reaktorgehäuse. Stickstoff ist auch Hauptbestandteil der Luft, die wir atmen. In noch höheren Konzentrationen kann es Flammen "ersticken". Weil es so reaktionsträge ist, können damit Explosionen verhindert werden - in Fukushima, indem damit andere Gase aus dem Reaktorgehäuse verdrängt werden.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)