8. April 2011 08:53 Uhr
"Wir mussten das Projekt am Anfang als etwas Größeres verkaufen, als es tatsächlich war." Das sagt der Autor Daniel Domscheit-Berg in der "taz" über Wikileaks. Der ehemalige Mitarbeiter der Enthüllungs-Plattform stieg im vergangen Jahr wegen interner Konflikte aus und hat inzwischen ein Buch mit dem Titel "Inside Wikileaks" veröffentlicht. Domscheit-Berg sagte, Wikileaks habe den Eindruck einer großen Organisation erwecken müssen, da sich sonst niemand dafür interessiert hätte. Das sei keine Lüge gewesen, sondern aus der Not geboren.
Derzeit arbeitet Domscheit-Berg nach eigenen Angaben an einem neuen Projekt namens "Openleaks": Dort setze er auf mehr Transparenz. "Openleaks" werde selbst überhaupt nichts mehr publizieren. Stattdessen würden Dokumente an Medienpartner verschickt. Die könnten dann entscheiden, was veröffentlicht werde und was nicht. Die Testphase werde wahrscheinlich noch im April beginnen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)