8. April 2011 10:31 Uhr
Wie Ratten-Tasthaare funktionieren, ist für Forscher besonders interessant. So lässt sich nämlich erkunden, was im Gehirn der Nager vor sich geht, während sie diese Spezial-Haare einsetzen. Die Nager tasten damit rhythmisch Objekte ab und erfassen so ihre Umwelt. Besonders wichtig für diese Aufgabe sind deshalb die an der Schnauze.
Forschern von der Northwestern University in Chicago haben jetzt ein Modell in Lebensgröße entwickelt, mit dem sich die Bewegung der Schnauzen-Tasthaare und die Berührung verschiedener Gegenstände simulieren lässt. Damit sollen sich die ablaufenden Prozesse noch besser nachvollziehen lassen.
Die Forscher erhoffen sich auch Erkenntnisse über den Tastsinn beim Menschen. Zwar seien Hände und Rattenschnauze sehr unterschiedlich, die Nervensysteme von Säugetieren seien sich aber durchaus ähnlich.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)