8. April 2011 10:32 Uhr

Physiker über mögliche Strahlenbelastung für Meerestiere bei Fukushima

Welche Auswirkungen hat radiokatives Wasser aus dem Atomkraftwerk Fukushima auf die Meerestiere im Pazifik? Das lässt sich noch nicht genau sagen - nach Angaben des Physikers Günter Kanisch vom Johann-Heinrich-Thünen-Institut gibt es aber zumindest Erfahrungen mit einer vergleichbaren Situation. Der Wissenschaftler sagte im Deutschlandradio Kultur, es gebe Studien über die radioaktiven Ableitungen der britischen Wiederaufbereitungsanlage Sellafield in die irische See. Dort seien in den 70er Jahren erhebliche Mengen an Radionukliden ins Meer geleitet worden. Im Rahmen der europäischen Marina-2-Studie habe man die Strahlenwirkung auf die Organismen betrachtet. Dabei hätten sich keine kritischen Größenordnungen für die Tiere in der irischen See ergeben.

Kanisch zufolge lässt sich allerdings noch nicht vorhersehen, ob die Einleitung von leicht radioaktivem Wasser im Fall von Fukushima unbedenklich ist. Anders als bei Sellafield seien die exakten Mengen an Radioaktivität nicht genau bekannt.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)