8. April 2011 14:10 Uhr

Warum Gärtner mehr einheimische Arten pflanzen sollten

Einheimische Pflanzen wie Fingerhut, Mohn oder Rittersporn blühen immer seltener in deutschen Gärten. Stattdessen bestimmen billige Zierpflanzen das Bild. Wissenschaftler des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung in Halle und von der TU Berlin finden diesen Trend bedenklich. Vielen Zierpflanzen gelinge der Sprung über den Gartenzaun, das heißt, sie verwildern. In Deutschland seien über 200 verwilderte Arten bekannt. Sie verdrängten häufig regionaltypische Pflanzen. Die Forscher empfehlen deshalb, wieder mehr regionale Arten zu säen. Vor allem auf ausbreitungsstarke Pflanzen wie Drüsiges Springkraut, Japanknöterich oder Herkulesstaude sollte verzichtet werden.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)