8. April 2011 17:50 Uhr
Bislang galten die Akten zum tödlichen Flugzeugabsturz des Kosmonauten Juri Gagarin als geheim. Zum bevorstehenden 50. Jahrestag des ersten bemannten Fluges ins All hat der Kreml die Dokumente nun freigegeben. Ein Kremlsprecher sagte, Gagarin habe bei einem Routineflug im März 1968 einer Wettersonde ausweichen wollen. Das Manöver sei die wahrscheinlichste Ursache für das Unglück. Weniger wahrscheinlich sei, dass der Raumfahrer vermeiden wollte, in eine Wolkendecke zu geraten.
Gagarin flog am 12. April 1961 als erster Mensch ins All. Am 27. März 1968 stürzte er mit einem MiG-Kampfjet nordöstlich von Moskau ab. Das Unglück wurde von den sowjetischen Behörden als Staatsgeheimnis eingestuft. Um den Absturz ranken sich zahlreiche Gerüchte: Es gibt Theorien über einen Komplott des KGB, den Einfluss eines zweiten Flugzeugs und die Vermutung, dass Gagarin während des Flugs betrunken war.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)