11. April 2011 06:30 Uhr

Human Rights Watch kritisiert Konzert von Bob Dylan in Vietnam

Bob Dylan solle sich dafür schämen, dass er sich der Zensur beuge.

So kritisiert die Menschenrechtsorganisation "Human Rights Watch" das Konzert des US-Sängers in Vietnam. Dort trat Dylan gestern Abend vor etwa 6.000 Zuschauern in Ho-Tschi-Minh-Stadt auf. Zuvor musste er sein Programm aber von den Zensurbehörden des Landes absegnen lassen.

Wie zuvor schon bei seinen beiden Konzerten in China verzichtete Dylan auf einige seiner berühmtesten Protestsongs, darunter "The Times they are a-changin" und "Blowin' in the wind". Gerade diese Lieder waren Kulthymnen der Protestbewegung gegen den Vietnamkrieg in den 60er Jahren. «Der junge Dylan hätte sich von keiner Regierung sagen lassen, was er singen soll», sagte der Asien-Direktor von Human Rights Watch, Brad Adams.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)