11. April 2011 06:31 Uhr

DFG fordert Offenlegung von Untersuchung im Fall Guttenberg

Die Untersuchungsergebnisse zu den Plagiatsvorwürfen gegen Karl-Theodor zu Guttenberg sollen offengelegt werden.

Dafür spricht sich der Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft, Matthias Kleiner, aus. Der "Rheinischen Post" sagte er, das Thema habe eine solche öffentliche Aufmerksamkeit erfahren, dass er davon ausgehe, dass die Ergebnisse der Universität Bayreuth auch veröffentlicht würden.

Am Wochenende hatten Medien berichtet, Guttenberg wolle die Veröffentlichung verhindern. Die Kommission der Universität Bayreuth komme in dem Bericht zu dem Schluss, der CSU-Politiker habe absichtlich getäuscht. Guttenbergs Anwalt warf der Hochschule vor, seinen Mandanten vorzuverurteilen. Dieser bleibe bei der Darstellung, nicht absichtlich abgeschrieben zu haben.

Guttenberg soll weite Teile seiner Disseration aus anderen Quellen übernommen haben, ohne dies kenntlich zu machen. Die Universität Bayreuth hatte ihm deswegen seinen Doktortitel aberkannt.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)