11. April 2011 07:21 Uhr
In vielen Kirchen sitzen mehr und mehr ältere Menschen, den Gemeinden fehlt der Nachwuchs. Britische Wissenschaftler erklären in einem Fachmagazin, das habe viel mit der gestiegenen Lebenserwartung der Menschen zu tun. Vor allem in hoch entwickelten Ländern sei in den vergangenen Jahren ein Rückgang im religiösen Engagement zu beobachten. Viele Gemeinden würden immer kleiner und bestünden zum Großteil aus älterern Menschen. In vielen afrikanischen Ländern südlich der Sahara sowie in einigen lateinamerikanischen Ländern sei ein Großteil der Menschen nach wie vor sehr religiös. Das liegt nach Angaben der Forscher daran, dass viele Kirchen zu sehr allein die Vorteile vom Leben nach dem Tod betonen. Das interessiere Menschen aber bei einer höheren Lebenswerwartung immer später im Leben. Stattdessen sollten Kirchen häufiger die sozialen Vorteile im gegenwärtigen Leben herausstellen. Zum Beispiel die Zugehörigkeit zu einer großen sozialen Kommune, spirituelle Befriedigung und die Unterstützung aus den Reihen der Gemeinde.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)