11. April 2011 11:27 Uhr

Bei Fragen zum Tod wenden sich Menschen häufiger an fremde Religionen als früher

Bei einem Todesfall rufen die meisten Menschen heute nicht mehr den Pfarrer an, sondern direkt den Bestatter. Das erklärte die Geschäftsführerin des Kuratoriums Deutsche Bestattungskultur, Kerstin Gernig, in einem Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst. Die Sterbebegleitung, früher ein Dienst der Kirchen, werde stattdessen von Hospizen geleitet.

Gernig sagte weiter, die christliche Kirche sei nicht mehr unbedingt der erste Ansprechpartner, da Menschen durch die Globalisierung in Kontakt mit anderen Religionen kämen. Das hinterlasse Spuren auch bei der Auseinandersetzung mit dem eigenen Tod. Laut Gernig picken sich Menschen häufig aus anderen Religionen das heraus, was sie anspricht. Vor allem im Buddhismus und Hinduismus suchten Gläubige Antworten und Halt, wenn es um das Thema Tod gehe.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)