12. April 2011 07:30 Uhr

Erzbischof von Caracas: "Chávez errichtet ein totalitäres Regime"

Hugo Chávez will in Venezuela ein totalitäres, sozialistisch-marxistisches System errichten. Das glaubt zumindest der Erzbischof von Caracas, Kardinal Jorge Urosa Savino. Er erklärte in der "Frankfurter Rundschau", der Präsident habe die Verfassung durch eine Fülle von Einzelgesetzen geändert. Die Kirche kritisiere das und habe Chávez damit stark verärgert. Dabei wolle man nur, dass die Verfassung aus dem Jahr 1999 geachtet werde. Darin steht dem Kardinal zufolge alles, was im Land geschehen sollte, angefangen beim Schutz der Menschenrechte. Aber die Regierung kümmere sich nicht darum.

Chávez selbst bezeichnet sein politisches Ziel als "Sozialismus des 21. Jahrhunderts". Danach strebt er zum Beispiel mit Enteignungen und vor allem als starker Präsident. Die Verfassung Venezuelas wurde vor kurzem so geändert, dass Chávez sich unbegrenzt wiederwählen lassen kann. Menschenrechtsorganisationen kritisieren außerdem, der frühere Oberstleutnant habe die Gewaltenteilung aufgehoben.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)