12. April 2011 08:22 Uhr
Die Präimplantationsdiagnostik PID ist in Deutschland über Parteigrenzen hinweg umstritten. Das belegt ein Interview der "Süddeutschen Zeitung" mit Ex-Gesundheitsministerin Ulla Schmidt von der SPD und dem CDU-Abgeordneten Peter Hintze. Letzterer äußerte sich zuversichtlich, dass die Menschen verantwortlich mit der PID umgehen würden. Es gehe nicht um Designerbabys mit blauen Augen, sondern um einen kleinen, stark leidenden Personenkreis. Das deutsche Gesetz wolle Frauen Qual ersparen und Paaren ihren Kinderwunsch ermöglichen. Schmidt hingegen sieht in der Methode einen Paradigmenwechsel in der Bewertung des Lebens. Ihrer Einschätzung nach entscheidet eine Gesellschaft mit der PID darüber, welches Leben lebenswert ist und welches nicht. - Mit Hilfe der PID wird ein künstlich erzeugter Embryo untersucht, bevor er in die Gebärmutter eingepflanzt wird. Die Eltern sollen damit entscheiden können, ob ein Embryo mit Erbkrankheiten überhaupt eingesetzt wird oder nicht.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)