12. April 2011 10:05 Uhr
Migration hat es schon immer gegeben. Daran erinnerte Andrea Schmelz vom "Netzwerk Migration in Europa" hier bei DRadio Wissen. Sie sagte, so habe zum Beispiel im 20. Jahrhundert die Kolonialisierung eine große Rolle gespielt. Nach dem Ende der Fremdherrschaft in vielen afrikanischen Staaten habe dann eine - zum Großteil gewollte - Arbeitsmigration eingesetzt, zum Beispiel nach Frankreich.
Schmelz nannte auch Ursachen für die Migration: Zum einen verließen die Menschen vor allem dann ihre Heimat, wenn dort politische Unruhen und damit wirtschaftliche Instabilität herrschten. Einfluss habe aber auch die Politik der EU, die ihre Grenzen in den vergangenen Jahrzehnten immer stärker sichere. Dadurch werde die Einwanderung erst sichtbar.
Generell kommen laut Schmelz die meisten Flüchtlinge immer noch auf legalem Wege, also über Visa. Durch die Sahara oder mit dem Boot über das Meer gelange nur ein kleiner Teil nach Europa. Das ganze Interview zum Nachhören
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)