12. April 2011 13:27 Uhr
In Brüssel nimmt es die Polizei mitunter nicht so genau.
Wie die Nachrichtenagentur Belga berichtete, wird in der Stadt auf Anweisung der Staatsanwaltschaft zu schnelles Fahren nur noch in schweren Fällen registriert und geahndet. In Tempo-30-Zonen blitzten die Radarfallen nur, wenn man mit mindestens 57 Kilometer pro Stunde unterwegs sei. In Tempo-50-Zonen liege das kritische Limit bei 76 km/h. Der Grund: Die Staatsanwaltschaft wolle sich nicht zu viel Arbeit mit kleinen Geschwindigkeitsdelikten aufhalsen. Der zuständige Staatssekretär Etienne Schouppe bezeichnete das Vorgehen als inakzeptabel. Ihn störten allerdings weniger die laxen Kontrollen, sondern vielmehr, dass in den belgischen Städten jetzt unterschiedliche Regeln gelten.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)