12. April 2011 16:00 Uhr
In Müllkippen entsteht Methan.
Warum, das war Forschern bisher ein Rätsel. Denn eigentlich ist der pH-Wert im Inneren zu sauer für methanproduzierende Bakterien. Wissenschaftler aus den USA berichten nun in einem Fachmagazin, dass dafür ein Bakterium namens Methanosarcina barkeri verantwortlich sei. Es könne bei niedrigen pH-Werten überleben, produziere Methan, und hebe durch seinen Stoffwechsel den pH-Wert an. Anschließend können den Forschern zufolge auch andere methanproduzierende Mikroorganismen ihre Arbeit aufnehmen.
Methan ist ein klimaschädigendes Treibhausgas. Es kann aber auch positiv genutzt werden, um daraus Energie zu gewinnen. Das passiert in vielen Mülldeponien, und auch zum Beispiel in Biogasanlagen. Die Forscher hoffen, dass ihre Ergebnisse zur Verbesserung der Methangewinnung beitragen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)