12. April 2011 16:51 Uhr
Kakaobohnen aus der Elfenbeinküste dürften bald wieder in großen Mengen auf den Markt kommen. Drei Branchenverbände haben erklärt, dass sie mit dem Ende der politischen Krise nun möglichst schnell wieder den Kakaohandel aufnehmen wollen. Das werde auch den hunderttausenden Ivorern helfen, die am Handel beteiligt seien.
In dem Land wurde gestern der ehemalige Präsident Laurent Gbagbo verhaftet. Zuvor hatte der international anerkannte gewählte Präsident Alassane Ouattara zu einem Embargo von Kakaoexporten aufgerufen, um Gbagbo den Geldhahn zuzudrehen. Derzeit lagern im Land rund 400.000 Tonnen Kakao, die für den Export bestimmt sind.
Die Elfenbeinküste ist der weltgrößte Kakaoexporteur. Aus dem Land stammen 35 Prozent des weltweit gehandelten Kakaos. Aufgrund des Embargos und der Gewalt im Land waren die Preise für Kakao zunächst deutlich gestiegen. In den vergangenen Wochen sind Kakaobohnen schon wieder günstiger geworden.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)