13. April 2011 08:51 Uhr
Nunavut ist ein kanadisches Territorium der Inuit. Es wurde ihnen 1999 zur Selbstverwaltung überlassen. Die "Süddeutsche Zeitung" berichtet über die Probleme des Gebiets. Seit der Übergabe nehme die Gewalt dort stetig zu. Die Zahl der gemeldeten Verbrechen habe sich verdoppelt. Die Mordrate sei zum Beispiel zehnmal höher als im restlichen Kanada.
Außerdem begehen junge Männer laut "SZ" in Nunavut 40 Mal häufiger Selbstmord als im Rest des Landes. Ein Problem sei vor allem die hohe Geburtsrate: Die Hälfte der Bevölkerung sei jünger als 25 Jahre alt. Die Bewohner der Region kämpften mit Perspektivlosigkeit, schlechter Ausbildung und Alkohol-Mißbrauch. Eine Lösung des Problems sei nicht in Sicht.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)