13. April 2011 09:22 Uhr
Woanders ist es auch nicht besser.
Zu dem Schluss kommt ein Psychologe der Stanford-Universität. Wie er in der Zeitschrift "Psychologie Heute" berichtet, glauben viele Menschen, andere seien glücklicher und zufriedener als sie selbst. Das sei aber ein Trugschluss. In einer Reihe von Studien hatte der Wissenschaftler untersucht, wie gut Menschen die Gefühlslage anderer einschätzen können. Sein Fazit: Wir unterschätzen systematisch das seelische Leid unserer Mitmenschen und unterstellen ihnen positive Gemütslagen. Das wiederum hat Folgen: Man fühlt sich einsamer und neigt mehr zum Grübeln.
Der Psychologe rät, auch mal bewusst zu einem Buch zu greifen oder einen Film zu schauen, in dem nicht nur heile Welt herrscht. Dann würden wir uns selbst auch besser fühlen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)