13. April 2011 10:25 Uhr
Die Entdeckung des römisch-germanischen Schlachtfelds am Harzhorn in Niedersachsen war eine wissenschaftliche Sensation. Nun soll die archäologische Stätte touristisch vermarktet werden - durch ein Informationszentrum und einen archäologischen Park. Laut einem Sprecher der zuständigen Kreisverwaltung könnten die Grabungen eventuell unter Beteiligung der Öffentlichkeit weitergehen. Für die Gebäude und Anlagen soll ein Architekten-Wettbewerb ausgeschrieben werden.
Die Schlacht am Harzhorn datierten Wissenschaftler auf den Zeitraum zwischen 230 und 235 nach Christus. Zuvor waren Historiker davon ausgegangen, dass die Römer zu dieser Zeit keine großen militärischen Expeditionen mehr ins heutige Norddeutschland unternommen haben. Auf dem Areal wurden bisher etwa 2.000 Fundstücke entdeckt, darunter Schuhnägel, Pfeile, Katapultbolzen und Speerspitzen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)