13. April 2011 15:25 Uhr
Wolfgang Böhmer hat in der Politik nichts mehr zu verlieren.
Als Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt tritt der 75-Jährige ab und verabschiedet sich in die Rente. Und zum Abschied sagt er noch mal offen, was er über die Politik denkt. In einem Interview mit der Wochenzeitung "Die Zeit" kritisiert er zum Beispiel Geschwätzigkeit bei Politikern. Es ärgere ihn, wenn man sich gegenseitig versichere, dass etwas nicht für die Öffentlichkeit bestimmt sei - und man darüber dann doch in der Zeitung lese.
Außerdem sprach er sich für einen offeneren Umgang mit den Bürgern aus. Er habe oft darüber gestaunt, wie viel Rücksicht bei Entscheidungen auf vermeintliche Stimmungen im Volk genommen werde. Böhmer betonte, Politiker täten gut daran, ihre Überzeugungen zu haben und gleichzeitig offen die Grenzen der eigenen Möglichkeiten zu nennen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)