14. April 2011 06:20 Uhr
Im Zusammenhang mit manchen Reality-Sendungen im Fernsehen ist oft vom "Fremdschämen" die Rede. Gemeint ist damit, den Schmerz von anderen Menschen in peinlichen Situationen nachzuempfinden. Forscher der Uni Marburg berichten im Fachmagazin "PLoS ONE" von den neuronalen Grundlagen des Fremdschämens. Demnach gibt es dabei Aktivität in Hirnregionen, die auch beim Mitgefühl für körperliche Schmerzen anderer Personen aktiv werden.
Ob die fremde Person sich ihrer peinlichen Situation bewusst ist oder nicht, spielt dabei den Forschern zufolge keine Rolle: Der Beobachter schämt sich in jedem Fall stellvertretend mit.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)