14. April 2011 13:22 Uhr

Todesstrafe in den USA: Dänemark will nicht mehr Helfer sein

Dänemark will mit der Todesstrafe in den USA nichts mehr zu tun haben.

Deshalb bemüht sich Außenministerin Lene Espersen jetzt darum, dass ein Medikament einer dänischen Firma nicht mehr bei Hinrichtungen in Gefängnissen verwendet wird. Sie bedaure den Missbrauch durch US-Staaten wie Texas. Espersen sagte, direkt verhindern könne sie das nicht, da die dänische Firma es in den USA herstelle. Sie beauftragte deshalb den dänischen Botschafter, sich an die US-Regierung zu wenden.

Es geht um ein Medikament mit dem Wirkstoff Pentobarbital. Dieser wurde lange in Schlafmitteln verwendet. Weil er stark abhängig macht, wird er inzwischen nur noch selten verwendet. Bei einer Überdosis lähmt Pentobarbital das Atemzentrum und führt zum Tode durch Ersticken. Deshalb wird es auch von Sterbehilfe-Organisationen in der Schweiz verwendet.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)