14. April 2011 14:57 Uhr
Ein Hund knurrt, eine Frau lacht oder ein Baby schreit - all das ruft beim Menschen sofort eine emotionale Reaktion hervor. Forscher der Universität Mannheim haben nun herausgefunden, dass das Gehirn solche emotional bedeutsamen Geräusche schon auf einer sehr niedrigen Bearbeitungsstufe erkennt und schneller verarbeitet. Über ihre Ergebnisse berichten sie im Fachblatt "Neuro-Image". Bisher dachte man, dass Reize aus dem Ohr im Höhrzentrum zunächst nur auf ihre Frequenz und Lautstärke untersucht und dann beispielsweise ans Emotionsverarbeitungszentrum weitergereicht werden. Nun zeigte sich, dass besonders wichtige Geräusche auf der ersten Verarbeitungsstufe erkannt werden. Die Forschungsergebnisse kamen durch eine neue Untersuchungsmethode zustande, bei der der Kopf der Probanden mit einer Infrarotlampe durchleuchtet wurde. Aus den Reflektionen des Lichts konnten die Wissenschaftler erkennen, welche Hirnregion besonders aktiv war. Der Vorteil dabei war: Anders als andere Methoden ist diese völlig geräuschlos, so dass die Messergebnisse nicht verfälscht wurden.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)