14. April 2011 15:30 Uhr
Die ersten Schreiadler sind aus ihren Winterquartieren zurück und haben ihre Brutgebiete in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg erreicht.
Viele sind es aber nicht mehr. Mittlerweile brüten nach Angaben der Deutschen Wildtier Stiftung weniger als 100 Paare in Deutschland - der Schreiadler ist vom Aussterben bedroht. Um ihn zu retten, hat die Wildtier-Stiftung ein neues Schutzprojekt gestartet. Unterstützt durch das Bundesamt für Naturschutz und das Land Mecklenburg-Vorpommern sollen dabei verschiedene Maßnahmen erprobt werden. Unter anderem sollen Ackerflächen in Grünflächen umgewandelt werden. Außerdem sollen Brutwälder weniger forstwirtschaftlich genutzt werden. Laut Stiftung stehen dafür 1,5 Millionen Euro zur Verfügung.
Schreiadler sind für ihre besondere Brutbiologie bekannt: Meist werden zwei Eier gelegt. Das zuerst geschlüpfte Junge tötet jedoch grundsätzlich das jüngere Geschlüpfte, so dass außer in seltenen Ausnahmefällen immer nur ein Jungvogel ausfliegt.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)