14. April 2011 15:51 Uhr
Sie darf nur mit Handschuhen geschnitten werden und für die Zubereitung muss Schutzkleidung getragen werden.
Nein, die Rede ist nicht von einer Chemikalie, sondern von einer Chili. Der Begriff "extrascharf" sei für sie noch untertrieben, berichtet die Zeitschrift "Australien Geographic". Die australische Züchtung erreicht beim Scoville-Schärfetest rund 1,5 Millionen Einheiten und schlägt damit die bisher schärfste Chili um rund 100.000 Einheiten. Zum Vergleich: Jalapenos liegen auf der Schärfe-Scala bei 2500 bis 5000 Scoville-Grad, die schärfste Tabasco-Soße erreicht 30.000 Einheiten. Der Züchter aus der Nähe von Sydney erzählte der Zeitschrift, er verwende ein spezielles Düngemittel: nämlich Abwasser einer Wurmfarm.
Beim Scoville-Test wird der Anteil von Capsaicin in der getrockenen Frucht gemessen. Capsaicin ist ein Alkaloid, welches Schmerzrezeptoren der Schleimhäute reizt und somit das Schärfeempfinden auslöst. Kritiker bemängeln aber die Ungenauigkeit des Tests.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)