15. April 2011 07:28 Uhr
Boulevardblätter und Fernsehsender auf der ganzen Welt bereiten sich seit Wochen darauf vor: Die Hochzeit von Prinz William und Kate Middleton. Aber seit wann haben königliche Hochzeiten eine so große Bedeutung? Mit dieser Frage beschäftigt sich der Englisch-Professor und Historiker John Watkins auf der Homepage der Universität Minnesota. Er meint: Das hänge mit der Einführung des Erstgeburtsrechts um das Jahr 1.000 zusammen. Das habe den Druck bei Hochzeiten von Thronfolgern erhöht.
Auch die Gottesfriede-Bewegung im 11. Jahrhundert habe ihr übriges getan: Sie habe versucht, Fehden und Kriege zwischen Aristokraten zu beenden - und dazu seien Hochzeiten sehr wichtig gewesen. Den Thronfolger habe man gebraucht, um Allianzen zu knüpfen. Watkins erklärt, dass royale Hochzeiten heute übermäßig aufwendig gefeiert würden, habe eindeutig mit dem Fernsehen zu tun. Deswegen sei jedes Detail wichtig.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)