15. April 2011 08:22 Uhr
Die Stimmung auf dem Kunstmarkt ist gut, das zeigt die gerade laufende 45. Art Cologne. Dass im fernen China Künstler wie Ai Weiwei spurlos verschwinden, sei kaum Thema auf der wichtigsten deutschen Kunstmesse in Köln - schreibt heute die "taz". Zwar seien Petitionen unterschrieben worden, aber kaum jemand sei von deren Wirkung überzeugt. Ein Galerist aus Berlin sagt in dem Artikel, politischer Druck erzeuge ohnehin nur Gegendruck. Wirtschaftliche Sanktionen brächten mehr Erfolg. Dass der Kunstmarkt aktuell Ai Weiweis Inhaftierung zynisch nutze, um höhere Preise durchzusetzen, hält der Galerist laut "taz" für üble Nachrede. Wenn aber auf Auktionen mehr für Ai Weiweis Werke gezahlt werde, sei das eben - so wörtlich - "die ganz eigene Logik des Marktes".
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)