15. April 2011 08:23 Uhr

Japanische Wissenschaftler: Stammzellen von AKW-Arbeitern sollten eingelagert werden

Stammzellen werden in der Medizin hochgelobt: Sie können sich zu verschiedenen Zelltypen oder Geweben entwickeln und beispielsweise große Mengen an roten und weißen Blutkörperchen produzieren. Dadurch bleibt das Blut gesund und Infektionen können besser abgewehrt werden. Stammzellen- therapien werden bei einigen Krankheiten eingesetzt, vor allem bei der Leukämie-Therapie.

Japanische Wissenschaftler fordern deshalb im Fachmagazin "Lancet", den Arbeitern im havarierten Atomkraftwerk Fukushima Zwei vor ihrem Einsatz Stammzellen zu entnehmen und diese einzulagern. So könnten die Arbeiter direkt behandelt werden, sollten sie verstrahlt werden. Auch bei einer Jahre später eintretenden Leukämie-Erkrankung wären die eigenen Stammzellen sofort einsetzbar. Die Wissenschaftler schreiben aber, dass sich die Behörden bisher gegen den Vorschlag wehrten. Eine Stammzellen-Entnahme sei für die Arbeiter eine zu hohe physische und psychologische Hürde.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)