15. April 2011 11:05 Uhr
Bücherverbrennungen haben einen negativen Beigeschmack. Das gilt auch, wenn sie nur dazu dienen, Platz zu schaffen. Das glauben dänische Politiker und kritisieren Pläne der Universität von Kopenhagen. Sie will ein Drittel ihres Bücherbestandes verbrennen lassen. Dekanin Kristen Refsing begründete die Entscheidung im dänischen Rundfunk mit der Zusammenlegung mehrerer Einzelbibliotheken in ein Wissenschaftszentrum. Dort könnten nicht alle Bücher untergebracht werden. Und weil sie aus Steuermitteln finanziert seien, dürfe man die Bände nicht weiterverkaufen. Kritik kommt auch von Wissenschaftlern: Sie meinen, durch die Vernichtung der Bücher ginge die Grundlage für viele Forschungen verloren.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)