15. April 2011 11:54 Uhr
Er ist seit mehr als 700 Jahren tot - und trotzdem gibt es über das Leben des schwedischen König Magnus des Ersten noch einiges zu erfahren. Sein Skelett wird jetzt exhumiert und einer DNA-Analyse unterzogen. Wie die schwedische Zeitung "Dagens Nyheter" berichtet, ist das Grab in der Riddarholmskirche in Stockholm zum ersten Mal seit 1915 geöffnet worden. Damals waren an den Knochen des Königs Anzeichen für Krankheiten gefunden worden.
Die Forscher wollen nun herausfinden, woran Magnus genau litt und wie er sich ernährt hat. Vor allem aber soll die Identität von acht weiteren Leichnamen geklärt werden, die mit ihm zusammen beerdigt wurden. Dabei könnte es sich unter anderem um seine Frau, eine Tochter und ein Enkelkind handeln.
Magnus der Erste oder Magnus Ladulås war der Sohn von Birger Jarl, dem Begründer der schwedischen Königsdynastie der Folkunger. Dieser hatte nach dem Tod des damaligen kinderlosen Königs seinen unmündigen Sohn Waldemar zum König wählen lassen. Magnus gelangte dann nach diesem an die Macht.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)