16. April 2011 10:43 Uhr
In den USA haben Wissenschaftler in zahlreichen Fleischproben hohe Konzentrationen von Bakterien festgestellt, die gegen Antibiotika resistent sind. Die Forschergruppe aus Arizona hatte 136 Stücke Schweine-, Rind- und Geflügelfleisch aus verschiedenen Geschäften getestet. In beinahe der Hälfte der Fälle wiesen sie nach eigenen Angaben Staphylokokken nach. Davon sei wiederum die Hälfte resistent gegen mindestens drei gängige Antibiotika. Aus der Untersuchung schließen die Wissenschaftler, dass die Bakterien wahrscheinlich direkt von Zuchttieren stammen, deren Futter mit den Medikamten versetzt werde. Für den Konsumenten sind die Bakterien laut den Forschern nur gefährlich, wenn das Fleisch roh verzehrt wird. Staphylokokken würden beim Kochen und Braten unschädlich gemacht. Geschieht das nicht, führen die Keime zu Magen-Darm-Problemen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)