18. April 2011 06:23 Uhr

Weißrussische Autorin kritisiert Umgang mit Tschernobyl-Katastrophe

Die Geisteswissenschaft hat das Nachdenken über die Folgen von Tschernobyl der Politik und den Kirchen überlassen. Das meint zumindest die weißrussische Schriftstellerin Swetlana Alexijewitsch. Sie sagte dem Berliner "Tagesspiegel", für den Abschied von der Atomenergie sei aber in erster Linie eine Veränderung des Bewusstseins nötig. In gewisser Weise brauche man eine Perestroika. Unverständlicherweise sehe sich der Mensch nach wie vor als Herrscher der Welt.

Alexijewitsch wurde 1948 geboren und arbeitet als Schriftstellerin und Journalistin. Eins ihrer wichtigsten Themen ist die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl 1986. Für ihre Werke dazu erhielt sie auch mehrere Preise.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)