19. April 2011 06:56 Uhr

Massenpaniken mit neuen Erkenntnissen verhindern

Mit Schätzwerten lässt sich das Verhalten großer Menschenmengen besser vorhersagen als mit exakter Berechnung. Das hat ein europäisches Wissenschaftler-Team herausgefunden. Im Magazin "proceedings of the national academy of the sciences" berichten die Forscher, dass sie das übliche Simulationsmodell verändert hätten. Darin wurden Menschen wie passiv agierende Objekte betrachtet. In das neue Modell fließt auch das aktive Verhalten der Menschen ein, wenn sie sich in einer Menge bewegen. Zum aktiven Verhalten, das Handlungen von Menschen in Massen verändert, gehört beispielsweise die Blickrichtung. Wenn Menschen in ihrer Blickachse Hindernisse sehen, verändern sie ihre Laufrichtung und ihr Lauftempo. Das passive Verhalten von Menschen beschreibt physikalische Muster, die dann greifen, wenn Menschen in Engpässe geraten. Dann kann man die Dynamik einer Menschenmasse mithilfe der Gesetze der Strömungsphysik beschreiben. Den Forschern zufolge lassen sich mit den neuen Erkenntnissen Großveranstaltungen künftig besser planen. Indem man das Verhalten von Menschen in großen Mengen besser voraussagen könne, ließen sich Massenpaniken vermeiden.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)