19. April 2011 08:04 Uhr

Kropf-Gazelle massenhaft im Altertum abgeschlachtet

Die Kropf-Gazelle ist auf der Roten Liste als "gefährdet" eingestuft. Der Grund für die geringe Anzahl der überlebenden Tiere mit knorpelartiger Verdickung am Hals liegt bereits im Altertum begründet. Archäologen der israelischen Universtität Haifa haben dafür neue Belege in einer Fundstätte in Syrien entdeckt. Sie fanden 6.000 Jahre alte Fanganlagen und konnten feststellen, dass die Kropf-Gazellen dort herdenweise abgeschlachtet wurden.

Steinmalerein aus der Region deuteten darauf hin, dass diese Jagd-Praktik religiöse Hintergründe gehabt haben muss. Zur Deckung des Nahrungsbedarfs waren die Menschen in dieser Zeit jedenfalls nicht mehr auf Wildtiere angewiesen, weil sie längst Tiere für die Schlachtung domestiziert hatten. Mit der Einführung der Schusswaffe im 19. Jahrhundert wurde der Bestand der Kropf-Gazellen weiter dezimiert.

Der Lebensraum der Kropf-Gazellen erstreckt sich über den östlichen Mittelmeerraum. Der Bestand wird auf rund 120 Tausend bis 140 Tausend geschätzt.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)