19. April 2011 15:04 Uhr
In den Gewässern der Antarktis ist es kalt und lange Zeit des Jahres auch dunkel. Trotzdem konnten sich dort über 100 Arten von Eisfischen entwickeln. Forscher der Universität Basel wollten herausfinden, wie die Tiere sich dem extremen Lebensraum anpassen konnten. Auf einer Expedition im Südpolarmeer sammelten sie über 1.500 DNA-Fischproben und stellten genetische Analysen an. Eine wichtige Rolle spielte nach Angaben der Forscher, dass sich in der Evolution ein bestimmtes Protein entwickelt hat. Es verhindere, dass Körperflüssigkeiten einfrieren. Das Protein sei genau zu dem Zeitpunkt entstanden, als sich das Klima in der Antarktis abkühlte. Danach habe der Siegeszug der Eisfische eingesetzt. Das Protein habe es den Fischen ermöglicht, neue ökologische Nischen zu besiedeln, in denen sie praktisch keine Konkurrenten hatten.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)