20. April 2011 08:52 Uhr
In unserem Blick in die Geschichte geht es heute nach Indien - und 485 Jahre zurück. Am 20. April 1526 wurde im nordindischen Panipat die entscheidende Schlacht geschlagen, die das Sultanat von Delhi beendete. Es war eine der ersten Schlachten in Südasien, bei denen Feuerwaffen eingesetzt wurden. Der letzte Sultan, Ibrahim der Zweite, wurde dabei trotz seiner zahlenmäßig weit überlegenen Truppen von Babur besiegt. Babur war ein Nachkomme Dschingis Khans und ein Fürst der Timuriden, eines kultivierten Nomadenvolks, das von den Mongolen abstammte. Auf die mongolische Herkunft verweist auch der Name des neuen Reichs, das Babur mit seinem Sieg gründete: das Mogulreich.
Es umfasste in seiner Hochzeit unter anderem das heutige Indien, Pakistan und Bangladesch sowie Teile Afghanistans. Bis zu seinem Untergang im 19. Jahrhundert blühte dort die persische Literatur, Kunst und Architektur. Das berühmteste Bauwerk eines Großmoguls ist wohl der indische Taj Mahal.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)