20. April 2011 12:24 Uhr
Im vergangenen Jahr markierte Sarah Palin auf einer Internet-Landkarte Fadenkreuze auf den Wahlbezirken ihrer politischen Gegner. Kurze Zeit später gab es ein Attentat auf einen von ihnen. Bisher gab es keinen wissenschaftlichen Beweis dafür, dass ein Zusammenhang zwischen der Wahrnehmung von Symbolen wie einem Fadenkreuz und einer erhöhten Gewaltbereitschaft besteht. Forscher der Universitäten Bamberg und Delft wollen ihn nun nachgewiesen haben.
In einem Experiment erzählten sie Probanden von einer Fuchsplage. Die knapp 170 Versuchspersonen sollten zwischen zwei Handlungsmöglichkeiten wählen. a: Füchse erschießen oder b: die Tiere sterilisieren und wieder freilassen. Eine Gruppe bekam eine Landkarte in der mehrere Stellen mit Fadenkreuzen markiert waren. Dieselben Orte waren auf der Karte der anderen Gruppe lediglich mit Kreisen markiert. Ergebnis: Die Probanden, die eine Karte mit eingezeichneten Fadenkreuzen hatten, gaben weitaus häufiger an, die Füchse erschießen zu wollen. Die Wissenschaftler meinen deshalb, dass selbst kleinste, subtile Signale Entscheidungen beeinflussen könnten.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)