20. April 2011 15:21 Uhr
Das stillgelegte Tempelhofer Flugfeld in Berlin ist seit gut einem Jahr Freizeit- und Erholungsort. An die Geschichte des Flughafens erinnert beispielsweise das Denkmal der Luftbrücke. Aber das sei eher "Geschichtsentertainment" - so jedenfalls lautet die Meinung des "Fördervereins zum Gedenken an Naziverbrechen um und auf dem Tempelhofer Feld e.V". Der Verein fordert eine angemessene Würdigung der ehemaligen Zwangsarbeiter des früheren Flughafens. Während des Zweites Weltkriegs seien tausende Zwangsarbeiter auf dem Gelände interniert gewesen, auch Berliner Juden seien hier zur Fronarbeit verpflichtet worden. Die Geschichte des Rüstungsstandortes ist durch Recherchen des Wirtschaftshistorikers Lutz Budraß belegt. Er erforschte im Auftrag der Lufthansa unter anderem die Geschichte der Zwangsarbeiter in Tempelhof.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)